Pflegeversicherung Braunschweig2020-11-13T15:07:56+00:00
Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Private Pflegeversicherung Braunschweig

„Pflegeversicherung? Lohnt sich nicht. Brauch‘ ich nicht, ich bin doch über den Staat versichert.“ „Pflege? Das wird erst wichtig, wenn ich alt bin.“ Kennst du Menschen, die so eine Einstellung zu diesem Thema haben? Das geht vielen Leuten so. Dabei ist staatliche Versorgung weit weniger hilfreich als viele denken!

Worauf kommt es beim Abschluss einer Privaten Pflegeversicherung an?

Pflegeversicherung – warum?

Was kostet Pflege eigentlich, und was wird von der gesetzlich vorgeschriebenen sozialen Pflegeversicherung bezahlt?

Was von der Pflegekasse bezahlt wird ist leicht herauszufinden. Es gibt insgesamt fünf sogenannte Grade der Pflegebedürftigkeit für Patienten, die vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) festgestellt und regelmäßig überprüft werden.

Jeder Grad einzelne, festgelegte Sätze an monatlichen Leistungen solange die Pflegebedürftigkeit in der entsprechenden Schwere besteht. Dabei wird auch danach unterschieden, ob das Geld für ambulante oder stationäre Pflege ausgezahlt wird, bzw. ob jemand aus der Familie oder dem persönlichen Umfeld sich zur Pflege seiner Angehörigen bereit erklärt oder ein Pflegedienst in Anspruch genommen werden muss.

Der Großteil der Leistungen muss zuvor bei der Pflegekasse beantragt, teilweise noch gesondert genehmigt werden. Eine genauere Übersicht über die Leistungen gibt es hier.

Um die Leistungen, vor allem aber auch die Versorgungslücken, der sozialen Pflegeversicherung aufzuzeigen dient die nachfolgende Grafik. Hier haben wir dir einmal die Leistungen bei vollstationärer Pflege (also „Heim“) nach Pflegegraden gegen die tatsächlichen Kosten eines Heimplatzes nach Angaben der Deutsche Seniorenstift Gesellschaft gestellt.

Zu beachten ist, dass es sich hier um durchschnittliche oder näherungsweise durchschnittliche Werte zur Anschauung handelt. Was für einen Platz du für den Preis bekommst, in welcher Umgebung und mit welcher Versorgungsqualität, spielt hier keine Rolle. Wer die Medien in dieser Beziehung verfolgt, weiß allerdings, dass immer mehr Pflegeheime Schwierigkeiten haben, die Versorgung ihrer Patienten/Bewohner sicherzustellen. Es fehlt an Personal, öffentlichen Geldern, unterstützenden Programmen sowie Therapien und vielem mehr.

Gut zu sehen ist hier, dass wir in vielen Fällen von über 2.000€ Eigenanteil sprechen müssen, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird. In der ambulanten Pflege sind die Kosten zwar weniger hoch, jedoch noch immer beachtlich.

Da in vielen Fällen allerdings die Rente oder das Einkommen der Betroffenen nicht ausreicht, stellt sich auch die Frage wer es bezahlen soll. Zu allererst werden die Patienten selbst herangezogen. Das bedeutet allerdings nicht nur, dass die Rente und die Leistungen der Pflegeversicherung genutzt werden müssen, sondern auch dass Vermögenswerte voll mit angerechnet werden. Mit anderen Worten ist es durchaus möglich, dass Betroffene ihren Hausstand auflösen und gegebenenfalls ein Eigenheim, welches vielleicht für die Kinder und Enkel vorgesehen war, zwangsläufig verkaufen müssen.

Erst nach Aufbrauchen der Vermögenswerte wird die weitere Finanzierung der Pflegekosten betrachtet. Durch eine neue Gesetzgebung unterstützt die öffentliche Hand in einem weiteren Rahmen als bisher, aber abhängig von Einkommensgrenzen und anderen Umständen ist es auch heute noch möglich, dass du einen monatlichen Zuschuss zu den Pflegekosten deiner Eltern oder Schwiegereltern zahlen musst.

Auf diese Weise beeinträchtigt die Pflegebedürftigkeit an sich nicht nur den eigenen Gesundheitszustand, sondern auch die finanziellen Verhältnisse der gesamten Familie.

Eine mögliche Alternative ist es, die Angehörigenpflege zuhause selbst zu übernehmen. Dafür ist natürlich die Voraussetzung, dass die Zeit, ggf. ein bestimmter Grad an Wissen und die erforderliche Kompetenz vorhanden sind. Auf Dauer ist das eine sehr belastende Tätigkeit, die außerdem mit geringeren Zuschüssen versehen ist als die professionelle Pflege.

Wie kann ich mich absichern?

Es gibt verschiedene Arten von Absicherungen für den Pflegefall.

Die häufigste Variante ist das sogenannte Pflegetagegeld (PTG).

Diese Versicherung zahlt einen vereinbarten Tagessatz aus, sobald eine Pflegebedürftigkeit im Sinne der Bedingungen vorliegt, und so lange wie sie andauert. Oftmals wird ein Tagessatz von 50 – 100€ ab Pflegegrad 4 abgeschlossen, in den vorherigen Graden wird dann ein anteiliger Satz ausgezahlt.

Eine weitere Form ist die Pflegerentenversicherung, deren Name sich selbst erklärt. In diesem Falle wird eine monatliche Rentenzahlung nach Grad der Pflegebedürftigkeit mit fester Laufzeit oder bis zum Tod vereinbart.

Wichtig ist hier zu beachten, dass sich die Bedingungswerke unterschiedlicher Versicherungsgesellschaften insbesondere in der Definition der Pflegebedürftigkeit, aber auch in den möglichen Zusatzleistungen voneinander abheben können. Du solltest also erst mit deinem Berater sprechen, bevor du dir einen Tarif ausguckst.

Wie auch in anderen Absicherungen des Gesundheitszustandes muss für den Abschluss einer Pflegeversicherung in der Regel auch eine Gesundheitsprüfung durchlaufen werden. Die Gesellschaften haben auch das Recht, bei einem hohen Maß an Vorerkrankungen einen Antrag abzulehnen.

Der Gesetzgeber hat sich hier allerdings auch eine Lösung einfallen lassen, um auch Menschen mit vorhandenen Erkrankungen eine Teilabsicherung zu ermöglichen. Die sogenannte PflegeBahr ist ein staatlich bezuschusster Tarif, der feste Leistungen vorschreibt und bestimmte Regeln für die Beiträge bietet. Außerdem ist die Versicherungsgesellschaft hier zur Annahme der Anträge (ohne Zuschläge oder Risikoausschlüsse) verpflichtet und im Leistungsfall an das Votum der Pflegekasse gebunden.

Noch ein Hinweis: Je jünger wir in einen solchen Tarif einsteigen, desto geringer ist das Risiko für die Gesellschaft, bereits in den ersten paar Versicherungsjahren leisten zu müssen. Entsprechend niedriger sind also auch die monatlichen Beiträge, außerdem ist die Gesundheitsprüfung vielleicht in ein paar Jahren schon nicht mehr zu passieren.

Informieren lohnt sich also! 🙂

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