Unfallversicherung Braunschweig

„Die meisten Unfälle passieren im Haushalt“ – diesen Spruch kennt wohl jeder von uns. Doch das ist nicht der einzige Ort, an dem etwas passieren kann. Auch im Verkehr, auf der Arbeit, beim Heimwerken und in Spiel, Spaß und Hobby ist es unvermeidbar, dass mal etwas passiert.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Worauf kommt es beim Abschluss einer Unfallversicherung an?

Das sind die wichtigsten vier Merkmale einer Unfallversicherung

Progression

Im Falle einer größeren Beeinträchtigung bekommst du höhere Summen ausgezahlt.

Unfallrente

Neben einer einmaligen Kapitalleistung erhälst du eine monatliche Rente aufgrund eines schweren Unfalls.

Eigenbewegungen

Leistung auch bei „Tollpatschigkeit“.

Krankenhaustagegeld

Dank Krankenhaustagegeld das 2- Bett oder 1 Bettzimmer für lau.

Unfallversicherung – Warum und für wen?
Viele Unfälle sind harmlos, ein geprellter Unterarm oder ein gebrochener Zeh wird wohl die wenigsten Menschen in ihrem Leben schwer beeinträchtigen.

Eine private Unfallversicherung ist für die wirklich ernsten Vorfälle da. Egal, ob du angefahren wirst, vom Fahrrad fällst oder dir beim Werken in die Hand sägst, solche Situationen haben immer ein paar Gemeinsamkeiten:

  1. Sie sind absolut unschön!
  2. Sie beeinträchtigen deinen Tagesablauf, deine Hobbys und oft auch deinen Job.
  3. Wirklich niemand möchte sich in solch einem Falle auch noch Sorgen um finanzielle Folgen machen müssen.

Fakten
Hier sind mal ein paar Zahlen:

2019 gab es 871.547 meldepflichtige Arbeitsunfälle, die eine Arbeitsunfähigkeit von > 3 Tagen verursacht haben (davon 806 tödlich)

dazu kommen 186.672 Wegeunfälle, also insgesamt über 1 Millionen Unfälle mit längerer AU nur im Zusammenhang mit dem Job!

im Straßenverkehr waren es 307.906 Unfälle mit Personenschäden

hinzu kommen ungefähr 2,8 Millionen Haushaltsunfälle, davon etwa 8.000 tödliche Vorkommen

Nur in den Bereichen Haushalt, Verkehr und Beruf gab es 2019 also deutlich über 4 Millionen in Deutschland. Bei Arbeits- und Wegeunfällen gibt es zwar teilweise eine Hilfe vom Gesetzgeber, die Voraussetzungen um hier Zahlungen zu erhalten sind jedoch wesentlich strenger als in der privaten Absicherung.

Unfallstatistik - Vergleich

Wie wird ein Unfall definiert?

In der Unfallversicherung gibt es den einfachen und den erweiterten Unfallbegriff.

Der einfache Unfallbegriff ist wie folgt beschrieben:

„Ein Unfall liegt vor, wenn ein plötzlich von außen einwirkendes Ereignis zu einer unfreiwilligen Schädigung des Körpers führt.“

Als Ergänzung dazu gilt der erweiterte Unfallbegriff: Hierunter fallen Ereignisse, die dem Unfall gleichgestellt werden. Das können beispielsweise Gelenkschäden durch eine erhöhte Kraftanstrengung, Ersticken oder erfrieren sein. Die Ereignisse, die in deiner Police einem Unfall gleichgestellt werden, unterscheiden sich je nach Anbieter und Zusatzbausteinen teilweise sehr. Näheres findest du dazu im Abschnitt mögliche Zusatzleistungen.

Versicherungsleistung

Was leistet eine private Unfallversicherung eigentlich?

Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung ist die sogenannte Invaliditätsleistung, d.h. eine einmalige ausgezahlte größere Summe, um die finanziellen Folgen eines Unfalls bezahlen zu können

Leistungen

Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung ist die sogenannte Invaliditätsleistung, d.h. eine einmalige ausgezahlte größere Summe, um die finanziellen Folgen eines Unfalls bezahlen zu können. Das sind zum Beispiel der behindertengerechte Umbau der Immobilie bzw. der Umzug in eine neue Wohnung, Veränderungen am Kraftfahrzeug um auch mit einer Beeinträchtigung noch fahren zu können, aber auch einfach eine längere Rehabilitationszeit, während der sich die Betroffenen und ihre Familie nicht um den Wegfall des Einkommens sorgen müssen. Die Summe steht also zur freien Verfügung und wird direkt auf dein Konto ausgezahlt. Die Höhe wird bei Abschluss des Versicherungsvertrages in zwei Stufen vereinbart – der Grundsumme und der sogenannten Progressionsleistung.
Tritt der Versicherungsfall ein, wird in der Regel die Gliedertaxe der Gesellschaft zur Berechnung der Leistung verwendet. Das ist eine Art Tabelle, die jedem Körperteil einen bestimmten „Wert“ in Prozent der Versicherungssumme gibt, je nachdem an welchen Gliedmaßen und Organen du einen Schaden oder eine Beeinträchtigung erleidest.

Tritt eine schwere Schädigung ein (je nach festgelegtem Invaliditätsgrad), wird die Leistung nicht von der Grundsumme, sondern von der Progressionssumme erbracht, die deutlich höher ausfällt. Es handelt sich hier also um eine im Ernstfall automatisch mitversicherte Erhöhung deiner Versicherungssumme, die kostengünstig eingeschlossen ist.

Falbeispiele

Zu kompliziert? Eigentlich ist es einfach. Hier findest du ein Rechenbeispiel:

Grundsumme: 100.000€ Progression: 300%
maximale Leistung mit Progression: 100.000€ * 300% = 300.000€
Leistung bei 20% Invalidität: 20% der Grundsumme = 20.000€
Leistung bei 40% Invalidität: 40% der Progression = 120.000€

Mit was für Zahlungen du im Ernstfall rechnen kannst, lässt sich im Leistungsnavigator der InterRisk sehr schön darstellen. Hier kannst du verschiedene Szenarien ausprobieren und bekommst auch anschauliche Ergebnisse.

Die Progression im Vertrag ist wichtig, damit du im Falle von großen Beeinträchtigungen eine höhere Summe ausgezahlt bekommst. Je schwerer der Schaden ausfällt, desto höher sind auch deine Zuzahlungen für Heil- und Hilfsmittel, Behandlung Reha, aber auch für notwendige Umbau- und Umorganisationsmaßnahmen, damit du die Einschränkungen deines täglichen Lebens kompensieren kannst.

Ab welchem Grad der Invalidität die Progression greift, wird genau wie die Höhe der Progression im Versicherungsvertrag festgelegt und unterscheidet sich je nach Anbieter – hier kann sich der Vergleich lohnen! Die folgende Grafik verdeutlicht den Unterschied zwischen Progressions- und Grundsumme noch einmal sehr anschaulich. Es handelt sich in dieser Darstellung um mögliche Tarife eines bestimmten Anbieters, die Funktionsweise ist jedoch bei den meisten Verträgen identisch.

Übrigens: Wenn eine Unfallrente (siehe nächster Absatz) mitversichert ist, dann zählt die Progression oftmals auch dafür. Zur Veranschaulichung hilft die folgende Grafik:


Rechenbeispiel - Progression
Grafik - Unfallrente und Progressionsrente

Mögliche Zusatzleistungen

In einer privaten Unfallversicherung kannst du diverse Zusatzleistungen einschließen, bei vielen Anbietern sind auch bereits im Standardtarif erweiterte Leistungen vorhanden.

Hier möchten wir dir die häufigsten, bzw. wichtigsten Sonderleistungen in Kurzform präsentieren:

  • Unfallrente wie der Name schon sagt, bekommst du ab einem gewissen Grad der Einschränkung über diesen Zusatzbaustein eine monatliche Zahlung, um ggf. auch langfristig fehlendes Einkommen durch Arbeitsunfähigkeit abzufedern; sie kann auch progressiv ansteigend oder in unterschiedlichen Stufen in den Vertrag eingebaut werden.
  • Frakturenklausel, erhebliche Kraftanstrengung Kleinere Knochenbrüche sind in der Regel vom Versicherungsschutz ausgenommen oder reichen in ihrer Schwere nicht aus, um eine Leistung auszulösen – mit dieser Klausel schon.
  • Eigenbewegung regulär werden nur Unfälle, die durch von außen einwirkende Ereignisse verursacht werden, bezahlt – mit dieser Klausel schließt du auch Unfälle aus „Tollpatschigkeit“ mit ein
  • verbesserte Gliedertaxe bei manchen Anbietern wird die Leistung durch die Gliedertaxe über diese Klausel erhöht
  • Schwere Krankheiten Vorsorge auch einige schwerwiegende Erkrankungen, beispielsweise Krebs oder Schlaganfall, können durch eine Zusatzklausel in der Unfallversicherung mit abgesichert werden
  • Bergungs- und Rettungskosten gerade für Outdoor-Aktivitäten kann es hilfreich sein, auch die Rettung vom Unfallort mit abzusichern

Es gibt noch viele weitere Klauseln, die mehr oder weniger sinnvoll sein können. Für alle Klauseln gilt: sie müssen deinem persönlichen, individuellen Bedarf entsprechen und lassen sich am besten in einem persönlichen Gespräch mit deinem Berater identifizieren.

Übrigens: Unfallversicherungen gibt es auch für Kinder. Gerade diejenigen, die das Risiko einer Situation vielleicht noch nicht vollständig einschätzen können, profitieren unter Umständen von einem guten Versicherungsschutz!

Zielgruppe

Die Unfallversicherung ist prinzipiell eine gute Ergänzung zum Versicherungsschutz für alle Personen. Denn in vielen Fällen haben wir überhaupt keinen Einfluss darauf, was passiert. Die Kosten müssen wir allerdings in jedem Falle tragen, wenn eine bleibende Einschränkung besteht, lange Therapien und Behandlungen erforderlich sind und wir schlimmstenfalls unser Leben oder unsere Lebensumstände neu anpassen müssen.

Natürlich gibt es aber auch Menschen mit erhöhtem Risiko. Dazu zählen Personen mit riskanten Hobbys oder Sportarten (z.B. Paragliding, Reiten, Motorradfahrer) und diejenigen mit einem höheren Berufsrisiko wie unter anderem viele Handwerker.

Ob eine Unfallversicherung in deiner Situation einen geeigneten Baustein für dein Konzept darstellt, lässt sich nie pauschal sagen. Frag einfach unsere Berater und mach dir selbst ein Bild!

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Martin Overrath Finanzberatung