Krankentagegeldversicherung Braunschweig2020-11-13T15:15:28+00:00
Gesundheit

Krankentagegeldversicherung Braunschweig

Das Krankentagegeld hat die Funktion, dir eine finanzielle Sicherheit und Entspanntheit bieten zu können. So vermeidest du zusätzliche Sorgen, organisatorische Schwierigkeiten und kannst dir unter Umständen auch eine bessere Behandlung und Nachsorge leisten um schneller gesund zu werden.

Worauf kommt es beim Abschluss eines Krankentagegeldes an?

Was ist ein Krankentagegeld?

Das Krankentagegeld wird auch Arbeitsunfähigkeitsversicherung genannt. Im Falle einer länger andauernden Krankschreibung zahlt dein Arbeitgeber dein Gehalt nur für eine bestimmte Zeit weiter regulär aus. Das sind im Normalfalle 6 Wochen, danach übernimmt dann deine Krankenversicherung die Zahlung. Ab diesem Zeitpunkt wird allerdings nicht mehr dein volles Gehalt ausgezahlt, sondern stattdessen 70% deines Bruttolohnes, maximal allerdings 90% vom Netto. Die niedrigere Summe wird ausgezahlt.

Manche Arbeitgeber bezuschussen außerdem dein Krankengeld noch um einen festen Satz. Noch schlimmer ist es für dich, wenn du selbstständig/Gewerbetreibender bist. Dann bist du nämlich auch selbst für dein regelmäßiges Einkommen verantwortlich. Sobald du aber nicht arbeiten gehen kannst, kommt normalerweise auch kein Geld mehr in den Haushalt rein. Hier ist es in der Regel so, dass das Krankengeld seitens der Krankenkasse (wenn überhaupt Anspruch besteht!) ebenfalls erst nach 6 Wochen gezahlt wird, die Zeit vorher aber ohne laufendes Einkommen überbrückt werden muss.

Versetzen wir uns also in folgende Situation: Es geht dir schlecht, du bist krank geworden, hattest vielleicht auch einen Unfall oder ähnliches. Deshalb ist Arbeiten aktuell nicht möglich, dein Arzt schreibt dich krank. Statt arbeiten zu gehen, darfst du jetzt allerdings verschiedene Ärzte besuchen, musst vielleicht eine Zeit ins Krankenhaus oder brauchst gar eine Rehabilitation. Außerdem kommen vielleicht noch Kosten für Transportmittel, Zuzahlungen für Medikamente und andere medizinische Maßnahmen auf dich zu.

Das Krankentagegeld hat die Funktion, dir in solchen Fällen eine finanzielle Sicherheit und Entspanntheit bieten zu können. So vermeidest du zusätzliche Sorgen, organisatorische Schwierigkeiten und kannst dir unter Umständen auch eine bessere Behandlung und Nachsorge leisten um schneller gesund zu werden.

In den letzten Jahren steigt die durchschnittliche Anzahl von AU-Tagen unter Arbeitnehmern kontinuierlich an (siehe Grafik unten), dementsprechend steigt auch die Wahrscheinlichkeit jedes Einzelnen, dass der Fall eintritt und eine entsprechende monatliche Haushaltslücke auftaucht.

Wie funktioniert die gesetzliche Versorgung?

Endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, tritt die gesetzliche Krankenversicherung für dein laufendes Einkommen ein. Die Höhe der Leistungen bemisst sich dabei an deinem durchschnittlichen Einkommen der letzten 12 Monate.

Für die Ermittlung der Höhe des zu zahlenden Krankengeldes, werden 70% deines sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens sowie 90% deines Nettoeinkommens berechnet. Das kleinere Ergebnis wird anschließend als monatliche Auszahlung angenommen und tagesgenau ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit gewährt.

Wenn du zum regulären Gehalt noch Sonderzahlungen wie Provisionen oder bestimmte Zuschläge erhältst, dann ist auch zu beachten dass solche Zahlungen nicht mit berücksichtigt werden und entsprechend deine Lücke größer werden kann!

Um herauszufinden, wie hoch dein persönlicher Anspruch auf Krankengeld ist, kannst du diesen Rechner benutzen.

Die maximale Leistung beträgt hier, basierend auf der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung im Jahr 2020, einen Tagessatz von 109,38€ (also etwa 3.250€ mtl.), darüber hinaus besteht unabhängig vom Gehalt kein Anspruch mehr. Menschen mit sehr hohem Einkommen haben deshalb eine noch größere Lücke.

Eine Leistungsprüfung ist dabei normalerweise nicht erforderlich, in der Regel wird von der Krankenkasse automatisch die Zahlung veranlasst sobald dort registriert wird, dass du über sechs Wochen krankgeschrieben wurdest.

Die maximale Leistungsdauer beträgt hierbei 72 Wochen, also insgesamt (Lohnfortzahlung mitgerechnet) 78 Wochen ab Beginn der Krankheit, bzw. ab dem Tag des Unfalls oder ähnlichem.

Zu beachten ist hier auch die steuerliche Behandlung deines Krankengeldes. Es handelt sich hier um eine Lohnersatzleistung, die zwar nicht direkt besteuert wird, jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt unterliegt. Einfach gesagt bedeutet das, dass du unter Umständen im nächsten Jahr zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist, und möglicherweise eine Nachzahlung leisten musst.

Für eine grobe Einschätzung kannst du diesen Steuerrechner benutzen. Wenn du es aber genau haben möchtest, solltest du dich mit einem Steuerberater zusammensetzen und das Thema dort besprechen.

Wie funktioniert das Krankentagegeld?

Das Krankentagegeld ist eine Versicherung, in welcher du eine monatliche Zahlung im Krankheitsfall absicherst. Sinn und Zweck ist es dabei, deine Einkommenslücke auszugleichen, damit du dich in deinem Lebensstandard nicht noch zusätzlich einschränken musst.

Je nach Bedarf kann ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag der Krankheit versichert werden (üblicherweise für die meisten Angestellten), es ist jedoch auch möglich, einen anderen Tag festzulegen. Bist du beispielsweise selbstständig und erhältst entsprechend keine Lohnfortzahlung, kann es sinnvoll sein wenn die Zahlungen bereits wesentlich eher anfangen. Der Zeitpunkt kann individuell bei Abschluss der Versicherung vereinbart werden.

Der Tagessatz sollte bei einer Krankentagegeldversicherung so gewählt werden, dass du auch im Krankheitsfall deinen Lebensstandard halten, aber auch weiterhin Geld beiseite legen und für das Alter vorsorgen kannst. Ein kleiner Puffer ist sinnvoll, da ggf. deine laufenden Kosten auch höher werden können, wenn du Zuzahlungen zur Behandlung, Medikamenten etc. leisten musst, vielleicht anstelle des Autos ab und zu auf ein Taxi angewiesen bist oder ähnliches.

Die Leistungsdauer einer Krankentagegeldversicherung ist analog zum gesetzlichen Krankengeldbezug begrenzt auf die Dauer der Arbeitsunfähigkeit, längstens besteht jedoch ein Anspruch über 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für dieselbe Krankheit.

Was sollte ich zum Abschluss einer solchen Versicherung wissen?

Wie bei allen Gesundheits- und Einkommensabsicherungen lohnt es sich, dieses Thema frühzeitig in Angriff zu nehmen. Zu allererst solltest du dich mit deinem Berater zusammensetzen um deinen tatsächlichen Bedarf und die Höhe des nötigen Tagessatzes zu ermitteln.

Je jünger du zum Versicherungsbeginn bist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit dass die Versicherung bereits in den nächsten Monaten zahlen muss. Dementsprechend sind die Beiträge für „Frühstarter“ um einiges attraktiver als für diejenigen, die sich später damit auseinandersetzen.

Dazu kommt, dass die Gesellschaften ihr Risiko auch mithilfe einer Gesundheitsprüfung kalkulieren. Bei jungen Leuten ist der Gesundheitszustand oft besser als älteren Personen, was ebenfalls für einen frühen Abschluss spricht.

Solltest du bereits Vorerkrankungen haben, bedeutet das aber nicht dass du keine gute Absicherung bekommen kannst! Wir haben in unserem Team Berater, die sich besonders auf den Bereich Einkommensabsicherung spezialisiert haben und alles geben, um die bestmögliche Lösung auch bei schwierigen Fällen zu finden.

Vor dem Abschluss solltest du dich auch zu Sondereinschlüssen und Klauseln informieren. Zum Beispiel besteht theoretisch die Möglichkeit, dass deine Versicherung den Vertrag nach einem oder mehreren Leistungsfällen aufhebt, weil du ihr „zu teuer“ wirst – viele Versicherer verzichten aber bereits vertraglich von vornherein auf dieses Recht.

Es gibt immer wieder einige Unterschiede zwischen den Gesellschaften, deshalb solltest du nicht nur auf den Preis schauen. Frag gerne bei unseren Beratern nach, damit auch du ein maßgeschneidertes Angebot bekommst.

Übrigens: Wenn du Mitglied in einer privaten Krankenvollversicherung bist, kann dort auch direkt ein Krankentagegeld miteingeschlossen werden. Oftmals kann das Sinn ergeben, allerdings gilt auch hier: Eine gute und intensive Beratung sollte zwingend in Anspruch genommen werden.

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